18. Dezember 2024
Die Frittenwerk-Story: ohne Businessplan ins Fritten-Abenteuer
Warum die besten Ideen keinem Businessplan entspringen – und wie das erste Frittenwerk in Düsseldorf-Bilk eine Heimat fand. Teil 1️ der Frittenwerk-Founder-Story.
Sätze, die man auf keinen Fall zu Restaurantinhabern sagen sollte: „Hallo, ich möchte Sie nicht beleidigen, aber hätten Sie Lust, Ihr Lokal aufzugeben?“ 2014 waren wir noch jung und naiv. Und ja, 2014 haben wir diesen Satz gesagt. Kann man ja mal probieren.
Denn in Düsseldorf-Bilk, direkt am S-Bahnhof, versteckte sich damals die Location unserer Träume. Idyllisch gelegen im Schatten der Bahngleise, lag das etwas in die Jahre gekommene Cafe Americana (ehemals Café Cajú), ein von einem vietnamesischen Ehepaar geführtes Lokal. Und wir? Wir hatten keine Ahnung und erst recht keinen Businessplan, aber dafür einen Traum: Den Traum von der schönsten Pommesbude Düsseldorfs … am liebsten hier in Bilk!
Die Antwort der Inhaber fiel dann doch überraschend ehrlich aus: „Sie beleidigen mich nicht, Sie würden mir sogar helfen.“ Das Ehepaar war reichlich demotiviert vom schleppenden Tagesgeschäft und wollte gerne wieder in seiner Wahlheimat Frankreich leben.
Und schon hatten wir eine Location – oder? Natürlich nicht, das wäre auch zu einfach gewesen. Auftritt Deutsche Bahn, Vermieter der gesamten Bahnhofsfläche. Statt einen Nachmieter zu bestimmen, bestand die Bahn auf eine Ausschreibung. Wir können es ihr nicht verdenken.
Nun steckten wir also doch ganz tief drin im konzeptionellen Denken, mit PowerPoint-Präsentation, Grundrisszeichnungen und allem Pipapo. Reichlich amateurhaft, aber mit Leidenschaft und Liebe für das Projekt. Glücklicherweise sahen das nicht nur wir so: Unser Dank gilt dem gesamten Team der Deutschen Bahn, das an uns geglaubt hat, als es sonst noch niemand tat.
Niemand war überraschter als wir, doch den Pitch haben wir tatsächlich gewonnen. Die Fläche in Düsseldorf-Bilk war unser – sofern wir zeitnah unterschreiben. Also haben wir den Mietvertrag unterschrieben … ohne vorher die Finanzierung zu sichern.
Warum auch das beinahe in die Hose gegangen ist, erzählen wir euch im zweiten Teil der Frittenwerk-Founder-Story. Bleibt dran!